EFRINGEN-KIRCHEN. Wer eine Brille hat, kennt das Problem: Die Stärke stimmt, alles ist lesbar, auch die Ferne erscheint scharf – und dennoch sind die Augen bald ermüdet, brennen gar, Kopfschmerzen stellen sich womöglich ein. Zuviel gearbeitet? Mag sein – vielleicht aber sind die Brillengläser nicht richtig zentriert. Bei Optik Klemm am Efringer Marktplatz kommt das nicht mehr vor. Seit einigen Wochen ist das Fachgeschäft ein von Zeiss zertifiziertes „Relaxed Vision Center“. „Bei den Brillen hat sich die Spontanverträglichkeit verbessert“, sagt Inhaberin und Augenoptikermeisterin Ina Klemm. Das heißt: Noch mehr als bisher schon passt sich die Sehhilfe an den Menschen an – und nicht umgekehrt. Dahinter steckt eine einfache Idee,  verknüpft mit modernster Technik. Die säulenförmige Zentriereinheit erleichtert es Ina Klemm und ihrem vierköpfigen Team, die natürliche Blickrichtung zu erfassen, zudem wird die Position der Augen im Gesicht über tausende Referenzpunkte exakt bestimmt. Bis auf zehntel Millimeter genau. Dabei wird ein digitales Foto erstellt, anhand dessen unter anderem die Zentrierung des Schliffs per Computer errechnet wird. Diese Zentrierung ist nicht immer in der Mitte. „Viele Menschen haben eine leichte natürliche Kopfdrehung, das konnten wir bislang gar nicht berücksichtigen.“ Der Kunde bekommt einen Ausdruck mit den Werten, den das System gemessen hat.

Weil moderne Technik gerade für ein Fachgeschäft nicht alles ist, hat Ina Klemm ihr Team ergänzt. Neu dabei sind neben der Augenoptikerin Ursula Hall, die Augenoptikermeisterin Ute Lenhard und Selina Bundika, die eine Ausbildung absolviert. Sie alle legen Wert auf eine kundengerechte Beratung und gute handwerkliche Arbeit, die durch die Technik im „Relaxed Vision Center“ nicht wegfällt. Auch bei der Messung der Sehschärfe ändert sich nichts. Optimiert werden können die Brillen auf jeden Fall, ist Ina Klemm überzeugt.                                Martin Pfefferle